Test des CRM 5.0 Beta Service Moduls

Der heutige Beitrag beschreibt kurz den Test des CRM 5.0 Beta Service Moduls. Ich muss gestehen, dass ich anfangs etwas skeptisch war was das Service Modul betraf. Nicht zuletzt aus dem Grund, dass zahlreiche Ticketsysteme am Markt verfügbar sind und eingesetzt werden. Im Test möchte ich nun dieses Modul auf seinen möglichen Einsatz hier bei uns im Unternehmen prüfen. Gesagt, getan!

Zum Start präsentiert sich das Service Modul in CRM 5.0 mit einem Übersichtskalender, der alle User des Testsystems anzeigt und nach der Eintragung von Service Aktivitäten und Terminen diese dann auflistet.

Die jetzt in CRM 5.0 integrierten Ribbions (i like!!!!) ermöglichen die schnelle und gezielte Navigation.

Nach dem öffnen einer Service Activity können nun alle Daten eingetragen werden:

Interessant wird es beim hinzufügen eines vorher definierten Services. Ist der entsprechende Service nicht bereits eingetragen, kann dieser via „New“ Button hinzugefügt werden

In meinem Testszenario möchte ich Bugfixing und Change Requests verwalten. Nachdem ich einen Namen für den Service vergeben und den Status Grund angegeben habe, lässt sich die Dauer sowie eine Zeit für diesen Dienst planen. Weiterhin müssen hier die benötigten Ressourcen zugeordnet werden.

Wähle ich hier 2 User als Ressource aus, kann ich diese als Gruppe zusammenfassen.

Das Ergebnis der Dateneingabe speichere ich nun.

Die Übersichtsanzeige auf der rechten Seite des Bildschirms gibt über die verfügbaren Ressourcen für den Service Auskunft.

Nachdem die Aktivität gespeichert wurde lassen sich z.B. Dokumente im angebunden SharePoint 2010 hinterlegen:

Die angelegte Aktivität wird gleichzeit im Outlook Kalender eingetragen.

Im Outlook kann über das CRM Outlook Add-in ebenfalls der Service Kalender eingesehen werden.

Eine Service Activity kann darüber hinaus auch in einen Fall umgewandelt werden.

Die ausgewählte Aktivität kann bei der Umwandlung in einen Case mit dem Status „komplett“ geschlossen werden. Anschließend steht sie als Case zur Verfügung

Besonders gut finde ich die Zusammenfassung aller Aktivitäten und Augaben auf der Hauptseite des CRM bei gleichzeitiger Darstellung der Dashboard Grafiken.

Mein Fazit: Das Service Modul macht eine runden und durchdachten Eindruck. Nicht zuletzt die Darstellung aller Aktivitäten auf der Hauptseite, die Anzeige des Dashboards sowie die Entitäten bezogene Dokumentenablage machen das CRM 5.0 zu einer zentralen Arbeitsplattform im Unternehmen – und das nicht nur für Vertriebsmitarbeiter. Der Knowledgeworker im klassischen Sinne kann über die Hauptseite schnell alle seine Aktivitäten einsehen und endlich, der integierten Verbindung zum SharePoint 2010 sei dank, alle Dokumente im direkten Bezug zu seinen Kunden anlegen, einsehen und bearbeiten. Die Erweiterung der Entitäten ist natürlich weiterhin möglich. Auch die Verbindung zu einer Zeiterfassung, z.B. in Outlook integiert, ist an dieser Stelle möglich. Im Moment konnte ich in meinen Testsystemen lediglich einen kleine Bug im Outlook in Bezug zu den CRM Aktivitäten feststellen – der vom CRM angelegte Termin lässt sich leider nicht öffnen. Alles in allem sehe ich viel Potenzial für das kommende CRM 5.0 als zentrale Arbeitsumgebung für alle Mitarbeiter eines Unternehmens.

Fehler bei der Bereitstellung der CRM 5.0 Beta List Component in SharePoint 2010

Zurzeit teste ich das Zusammenspiel von CRM 5.0 Beta und SharePoint 2010. Da wir für CRM 4.0 und SharePoint 2007 eine eigene Lösung entwickelt haben um Dokumente mit CRM Bezug in SharePoint zu speichern, war ich umso gespannter auf die integrierte Microsoft Lösung für das CRM 5.0.

Kurz nach der reibungslosen Installation der CRM 5.0 Beta wollte ich die List Component in meinem Testsystem deployen. Die CRM List Component liegt im wsp Format vor. Vorab ist den Instruktionen der Readme zu folgen, d.h.:

Das Browser File Handling der Web Anwendung ist auf „Permissive“ zu stellen, d.h. in der CA der SP2010 auf Application Management\ Manage Web Application\ – dann die Webanwendung wählen und „General Settings“ gehen – Dort im Bereich Browser File Handling die Einstellung machen:

Anschließend ist das PowerShell Script „AllowHtcExtn.ps1“ auszuführen. Ist das Script durchgelaufen müsst ihr den IIS reseten.

Dann in die Webanwendung wechseln und unter Galleries/Solutions das .wsp File uploaden:

In meinem Fall konnte ich die Lösung nicht aktivieren. Fehlermeldung:

„Unhandled exception was thrown by the sandboxed code wrapper’s Execute method in the partial trust app domain: An unexpected error has occurred“ error.“

Nach etwas längerer Netzrecherche wurde ich fündig – Abhilfe schafft hier die Erzeugung eines .reg Files mit folgendem Inhalt:

Windows Registry Editor Version 5.00

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\StrongName\Verification\*,31bf3856ad364e35]

Ich habe das .reg File dann einfach per Klick zur Registry hinzugefügt. Anschließend kann ich die Solution aktivieren und dann klappt auch die Verbindung von Dynamics CRM 5.0 zu SharePoint 2010! Im Bereich Settings (CRM 5.0 Beta) findest Du unter dem Punkt „Document Management“ die Document Management Settings. Hier wird die URL eingetragen:

Ist die URL gültig kannst Du die Struktur für die Ordner Erstellung in SP2010 wählen. In meinem Fall habe ich die Ordnererstellung auf Basis der CRM Entitäten gewählt:

Sind die Listen erzeugt kann es auch schon losgehen – etwas verwirrend fand ich anfangs jedoch, dass letztendlich alle Dokumente einen Mandantenbezug haben, d.h. erstelle ich für einen Mandanten (Account) eine Opportunity wird in der SharePoint Document Library „Accounts“ nicht nur ein Ordner für den Account selbst, sondern auch ein Ordner „Opportunity“ und danach ein Ordner mit dem Namen der Opportunity angelegt, in welchem das Dokument gespeichert wird. In Bezug zu meiner Auswahl in den Document Management Settings / Select Folder Structure BASED ON ENTITY, Auswahl Account oder Contact ist möglich, ist die Ablage der Dokumente in der Bibliothek „Accounts“ also dann doch recht schnell erklärt.

Wähle ich nicht die Option „Based on Entity“ werden alle Dokumente entsprechend Ihres Bezugs in der entsprechenden Dokumentbibliothek abgelegt, Rechnungen kommen zu Rechnungen, u.s.w.